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amal : einmal [amal]


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amal

[ amoë ]
einmal

Referenz von amal




Art des Wortes: Adverb

Kategorien: Arbeitswelt, Natur, Stadt, Zwischenmenschliches, Gemütszustände, Befindlichkeiten, Orts- und Raumangaben, Zeitangaben

Erstellt von: joeditt am Jun.2007

Ähnlich klingend:      
amol
+2
   
amul
+2
 

Links: Österreichisches Wörterbuch : amal V W - Referenz von amal

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Bekanntheit

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Norddeutsche Dialektversion im Vormarsch
Immer häufiger treffe ich auf Menschen, die mal - die norddeutsche Dialektversion - für hochsprachlich halten (obwohl z. B. niemand ein Märchen schriftsprachlich mit Es war mal begänne), und die im gesamten deutschen Sprachraum korrekte Schriftversion einmal lediglich für ein österreichisches Spezifikum. Immer öfter ist mal auch in sonst dialektfreien österreichischen Zeitungsartikeln zu lesen und in ORF-Nachrichtenmeldungen zu hören, es schleicht sich sogar hörbar in den Sprachgebrauch der scheinbar dialektfesten ratenden österreichischen KabaretistInnen usw. in "Was gibt es Neues?" ein, absolut einzige Ausnahme: Niavarani (außerhalb: vielleicht noch Lukas Resetarits).

Das ist Folge jahrzehntelang mangelnder Eigenständigkeit gegenüber sprachlicher MacDonaldisierung. Aufgrund seiner Häufigkeit (Gewöhnungseffekt) sowie seines subtilen Einflusses auf Sprachklang und -rhythmus ist mal dabei ungleich wirksamer als es scheinen mag. Geh amoë ume (Gehe einmal hinüber) ist stimmig - Geh mal ume hingegen funktioniert nicht, weil zwischen mal und ume ein riesiger Sprung von sehr weit nördlich nach südlich des Weißwurstäquators läge.

In seinem Windschatten folgen inzwischen u.a. 'ne (für aa/aane = eine) und 'n (für a/aan = ein[en]) - zu lesen in an Dialektausdrücken reichen Online-Selbstbeschreibungen österreichischer Jugendlicher, und von ihnen alltäglich zu hören. Die nächsten Generationen dürften etwa beim Kaisermühlen-Blues schon Untertitel brauchen. Und während sich deutsche Tatort-Produktionen in (bescheidener) Differenzierung üben - vom Schwaben Bienzle bis zum Sachsen Ehrlicher -, setzt der ORF "SoKo Donau" mit (neuerlich) norddeutscher Titelfigur in klanglich neutralisiertem bis vernördlichtem Umfeld mit Dietrich Siegl und Mona Seefried als einzigen authentisch sprechenden Alibi-WienerInnen fort.
von joeditt am Jun.2007

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.