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Hausgrund : vom Hauptgebäude untrennbares Land [Hausgrund]


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Hausgrund

der
vom Hauptgebäude untrennbares Land

Referenz von Hausgrund




Art des Wortes: Substantiv

Tags: historischer Rechtsbegriff

Erstellt von: Koschutnig am Apr.2016

Links: Österreichisches Wörterbuch : Hausgrund V W - Referenz von Hausgrund

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Jede Ansäßigkeit bestehet aus einem innern Grunde (fundus intravillanus, Hausgrund) und aus den äußern Gründen (fundus extravillanus, Hausüberländgründe). Der innere enthält den Raum, worauf das Haus gebaut ist, auch des Gartens. ... Der Hausgrund einer ganzen Ansäßigkeit im ganzen Lande muß aus einem Joche bestehen. Das Reichstagsgesetz vom Jahre 1836, Art V. §. 2. hat die genaue Berichtigung dieses bestimmten Flächenmaßes angeordnet.
Quelle: Franz Joseph Schopf (Hg.), Archiv für Civil-Justizpflege ... des österreichischen Kaiserstaates (1839)
Überländ waren Parzellen, die nicht fest mit einem bestimmten Hof verbunden waren, oft durch Rodungen gewonnen wurden und von jedem Bauern zu seinen Hausgründen erworben bzw. verkauft werden konnten.
Quelle: Helmuth Feigl, "Die niederösterreichische Grundherrschaft", 2. Aufl. 1998, zitiert nach Peter Aichinger-Rosenberger, "Daheim in Sitzendorf“ (2006)

Der Unterschied zwischen Hausgründen, Hausüberländ- und Überländ-Grundstücken muß aufgehoben; alle wie immer geartete Grundstücke müssen frey verkäuflich erklärt werden
Quelle: Verhandlungen der kaiserlich-königlichen Landwirthschafts-Gesellschaft in Wien, Bd. 1,1 (1826)
Hausgründe sind mit dem unterthänigen Hause dergestalt verbunden, daß sie von demselben nicht getrennt werden können
Quelle: Verhandlungen der kaiserlich-königlichen Landwirthschafts-Gesellschaft in Wien 1. Bd, 1. Heft 1, S. 47, Anm .(1816)
(163) Die Katastralauszüge sind nicht genügend, den vollen Beweis darüber herzustellen, ob eine Grundparcelle als ein Hausgrund oder überhaupt als ein untrennbarer Bestandtheil einer Realität anzusehen sei, sie können daher auch nicht das stärkere Recht des Eigenthümers des Hauses auf den angeblichen Hausgrund gegenüber dem physischen Besitzer desselben im Sinne des § 372 beweisen.
[…] worin die Grundparcelle Nr. 644 in der Ried K. als ein zu jenem Hause gehöriger "Hausgrund " bezeichnet war
Quelle: Franz Peitler, Sammlung von Entscheidungen zum Allgemeinen österreichischen bürgerlichen Gesetzbuche von 1812 bis Ende 1859 (1860)

von Koschutnig am Apr.2016

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.