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Spassettln : Witze, Scherze [Spassettln] (wienerisch)


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Spassettln

Witze, Scherze

Referenz von Spassettln




Art des Wortes: Substantiv

Tags: wienerisch

Erstellt von: Koschutnig am Jun.2016

Ähnlich klingend:    

Links: Österreichisches Wörterbuch : Spassettln V W - Referenz von Spassettln

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Bekanntheit

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Bewertungen (3)



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Die neueste Ausgabe des ÖWb gibt nur die Schreibung mit -ss-an (Duden und auch der ehem. DDR-Duden nur jene mit -ß-) und nur den Plural in Verbindung mit "machen". Das ÖWb sagt außerdem: "bes. W, ugs"
Der alte Eintrag Spasseteln hat zwar ebenfalls das -ss-, doch der Rest hätt' einer Korrektur bedurft, die leider nie erfolgt ist.
Thomas Bernhard:Es gibt eigentlich gar keine Avantgarde bei uns, was viele Leut' da machen, das ist nicht avantgardistisch, das ist kindisch. Man macht Spassettln, das soll man halt bis 25 machen, dann müsste aber der Verstand wirklich einsetzen. Aber wenn's dann auslasst, dann machen's die Spassettln weiter
Quelle: Thomas Bernhard, Der Wahrheit auf der Spur, hg. v. Wolfram Bayer u.a. (2011)

"Schursch, du påck d' Kåndl mi'n Gurkensalåt!
Låss di Spassettln sein, tråg ma s' schön gråd!"
Quelle: Josef Weinheber, „Die Landpartie" in „Wien wörtlich“, Sämtliche Werke

Dass das Publikum in der „Zauberflöte" bloß auf die Spassettln hören will, ist sein gutes Recht.
Quelle: Hermann Bahr, Liebe der Lebenden. Tagebücher (1925)

Nestroy, den Du nicht erwähnst (ist er Dir nicht natur- und gemütsnah genug?), der kann gar nimmer aufhören mit seinen zersetzenden Spassettln
Quelle: Günter Nenning, Grenzenlos deutsch. Österreichs Heimkehr ins falsche Reich (1988)

Lassen Sie doch Ihre Spassettln . Sie haben gestern ein wenig zu viel Alkohol erwischt, geben Sie's zu.
Quelle: Hermann Bauer, Verschwörungsmelange. Ein Wiener Kaffeehauskrimi (2010)

von Koschutnig am Jun.2016

 
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Da frag ich mich nun, was die Ursache für -1 von oberhaenslir am 04.Jun. sein mag - vom neuen oberhaenslir , nicht vom originalen. Leider gibt's gar keinen Hinweis dafür, was ihn stört. Ist's die mangelhafte Erklärung? Ist's die Schreibung? Ist die Zahl der Verwendungsbeispiele zu klein? Sind die genannten Autoren Josef Weinheber, Thomas Bernhard, Hermann Bahr, Günter Nenning als Verwendungszeugen zu unverlässig?
So teil ich dazu halt noch was aus Robert Sedlaczeks kürzlich erschienenem „Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs" mit:
Spas|sẹttln, Gspas|sẹttln, die (Pl.) [französisierende Weiterbildung zu Spaß; meist mit kurzem a-Vokal ausgesprochen, Schreibung mit ss]: harmlose Späße, Gaudi . Mach keine Spassettln! Mach keinen Unfug!
Quelle: Robert Sedlaczek, Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs (2014)

von Koschutnig am Jun.2016

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.